13 neue, hochmotivierte Familienbegleiterinnen

Herzlich willkommen im Sternenzelt!

Am vergangenen Wochenende konnten wir die Schulung zur ehrenamtlichen Familienbegleiter*in für den Kinderhospizdienst abschließen. Nach einem intensiven ersten Wochenende auf Burg Rothenfels im Oktober 2020, bei dem ein reales Treffen noch möglich war, musste die komplette Schulung außer dem 1.Hilfe-Kurs für Kinder online stattfinden.

Die Qualität und Intensität der Ausbildung war vor allem auch der Offenheit und der unbeschreiblichen Empathie der Teilnehmerinnen zu verdanken. So freuen wir uns sehr, das Team der ehrenamtlichen Familienbegleiter*innen zu erweitern und somit noch flexibler und passender, sowohl Familien mit einem schwer erkrankten Kind, als auch Kinder mit einem schwer erkrankten Elternteil begleiten zu können. Inhalte der Ausbildung waren die persönliche Haltung zu Tod und Trauer, Sternenkinder, pränatale, onkologische und non-onkologische Erkrankungen, interkulturelle Kompetenzen, Trauerprozesse in verschiedenen Altersstufen, die Situation der Geschwister, Einblicke in das System Familie, ein Überdenken der eigenen Motivation aber auch die rechtliche Situation der Familienbegleitung und organisatorische Fragen zur Familienbegleitung.

Schön, dass ihr nun alle da seid!

 

 


  • 13 neue, hochmotivierte Familienbegleiterinnen

Endlich ist es soweit...

Spatenstich für das Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt Bamberg

Es entsteht in Bayern ein zweites Kinderhospiz neben St. Nikolaus in Bad Grönenbach im Allgäu.
Dies ist und war ebenso ein Bestreben und Mitverdienst des ambulanten Kinderhospiz Sternenzelt Mainfranken in Marktheidenfeld, welches seit Jahren ideelle und finanzielle Unterstützung gibt.

Wenn bei jungen Menschen eine unheilbare Erkrankung diagnostiziert wird, können betroffene Eltern in einem speziellen Kinderhospiz Entlastung für ihren täglichen Stress finden. Neben dem Bamberger Klinikum ist genau ein solches Hospiz für Kinder, Jugend-lche und junge Erwachsene bis 26 Jahre mit neuropädiatrischen Erkrankungen, Krebs, Stoffwechselstörung oder Schwerstbehinderung mit limitierter Lebenserwartung geplant.

Dort sollen voraussichtlich bis Ende 2022 in einem neuen Gebäude zwölf stationäre und vier teilstationäre Aufnahmeplätze, sowie zwölf Wohnappartements für begleitende Angehörige entstehen.
„Ein Kinderhospiz ist ein Lebenshaus!“, erklärte Silke Kastner, hauptamtliche Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes in Bamberg.
Laut Konrad Göllner, dem Vorsitzenden des Bamberger Hospizvereins, würden für professionelle Kräfte rund 40 Arbeitsplätze im Sternenzelt geschaffen und eine enge Zusammenarbeit mit der benachbarten Kinderklinik Bamberg angestrebt.

Am 15. März fand der Baubeginn statt, wobei einige Tage zuvor in einem kleinen Festakt der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek den Förderbescheid an den Vorsitzenden der gegründeten Sozialstiftung Bamberg, Xaver Frauenknecht, überreichte. Der Minister wies auf die Wichtigkeit dieses herausragenden Gesundheitsstandortes mit Klinikum, Gesundheitszentrum, Hospizzentrum und Palliativstation für Erwachsene, Hospizakademie und Hospizverein hin:
„Mit dem Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt ergänzen wir nun das bestehende Angebot um einen wichtigen Baustein – zum Wohl kranker Kinder und Jugendlicher.“
Sein Dank galt hierbei seiner Vorgängerin im Gesundheitsministerium, Melanie Huml. Sie habe mit hohem Einsatz und als „talentierteste Fürsprecherin für ein Kinderhospiz“ den Anschub gegeben.

Die geplante Inbetriebnahme ist für das zweite Quartal 2023 vorgesehen.

Das ambulante Kinderhospiz Sternenzelt Mainfranken wünscht dem neuen Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt Bamberg gutes Gelingen für das Projekt als Meilenstein in der Hospizversorgung im Freistaat und für seine wichtige Aufgabe!

 

 

Corona-Begleitung? - Wir sind für die Familien weiterhin da!

Corona stellte und stellt immer noch den Alltag für uns alle auf den Kopf. Wie sieht aber unsere Arbeit konkret auch in dieser Phase aus?

  • Die Familienbegleitungen gehen unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen nach wie vor weiter. Wir sind weiter für die Familien da. Familien, in denen der persönliche Kontakt eingeschränkt stattfinden soll, werden telefonisch und Online begleitet und unterstützt. Durch die Möglichkeit von hausinternen Schnelltests und der Möglichkeit zum Impfen unter Priorität 1 können wir einen momentan größtmöglichen Schutz anbieten. Die AHA+L-Regeln mit FFP2-Masken sind ohnehin selbstverständlicher Bestandteil unserer Arbeit.
  • Die Begleitung von trauernden Familien findet individuell angepasst weiterhin, jedoch möglichst Outdoor oder online statt.
  • Wir sind für all unsere Familien jederzeit erreichbar.
  • Wir schicken kleine Seelen-Streichler für die psychische Aufmunterung zu wie z. B. Bastelsets für trübe Wintertage, Karten oder kleine Überraschungen um ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
  • Elterncafés für betroffene Mütter und trauernde Familien finden online zum Austausch und zur Vernetzung untereinander statt.
  • Wir bieten praktische Unterstützung bei Einkäufen oder der Beschaffung von Masken und Desinfektionsmittel oder bieten Hilfe beim Distanzunterricht an.
  • Wir unterstützen mit gespendeten Computern die Familien beim Distanzunterricht.
  • Durch Stiftungen unterstützen wir durch die Coronakrise in finanziell schwierige Situationen gekommene Familien vereinzelt z.B. auch bei der Beschaffung von Hilfsmitteln wie der dringend benötigten neuen Brille eines Kindes.
  • Durch die Koordinatorinnen (Psychologin & Sonderpädagogin) ist eine qualifizierte psychosoziale Unterstützung begleitend zu den ehrenamtlichen Familienbegleitern jederzeit gewährleistet.

Ohne Ihre Spenden wäre all diese Begleitung nicht möglich!
Daher Ihnen allen ein herzliches DANKE gerade und vor allem in dieser herausfordernden Zeit!

Dagmar Pfeuffer, Koordinatorin

 

 

Das Vereinshaus und Büro bleibt auf Grund des Corona-Virus vorerst für Besucherverkehr geschlossen.

Bitte kontaktieren Sie uns zu den bekannten Bürozeiten zwischen 8:30 und 13:00 Uhr unter der Nummer 09391/9088408 persönlich,
oder per Mail unter info@ kinderhospiz-sternenzelt.de.

Gerne rufen wir Sie auch außerhalb dieser Zeiten zurück.
Wir sind gerade jetzt in dieser Krise gerne für Sie da!!!
Bleiben Sie gesund!

Mit herzlichen Grüßen, das Sternenzelt-Team

 

 

DAS AMBULANTE KINDERHOSPIZ STERNENZELT

Der Kinderhospizverein Sternenzelt Mainfranken e.V. möchte Familien mit lebensbedrohlich oder lebensverkürzt erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen betreuen und entlasten. Die Begleitung der betroffenen Kinder und deren Familien ist unser wichtigstes Anliegen unter den Gesichtspunkten der Unterstützung, der psychosozialen und spirituellen Hilfestellung.

Den Satz „...Ihr Kind ist unheilbar krank...“, hören jedes Jahr etwa 4.500 Eltern in Deutschland. Dieser Satz verursacht bei den Familien Unsicherheit und Unbehagen über die nun folgende Zeit, die auf Sie zukommt. Meist muss die ganze Familie rund um die Uhr das erkrankte Kind versorgen und das teils über mehrere Jahre hinweg. Hierbei leidet oft die Zweierbeziehung der Eltern, als auch die Geschwisterkinder darunter - es gibt nur noch ein Thema, das kranke Kind!

Das ambulante Kinderhospiz Sternenzelt bietet diesen Familien in dieser schwierigen Lebenssituation Unterstützung in verschiedenen Formen. Wir helfen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ab dem Zeitpunkt der Diagnosestellung im häuslichen Umfeld durch

  • ehrenamtliche FamilienbegleiterInnen
  • professionelle Beratung und Unterstützung durch eine Koordinationsfachkraft

Die Thematisierung von Krankheit bei Kindern und Jugendlichen, ihrem würdevollen Sterben und Tod, als auch das Thema „Trauer“ in unserer Gesellschaft, sind uns ein wichtiges Anliegen.

Eine regelmäßige Reflexion unserer Arbeit, ein strukturiertes Konzept auch in der Weiterbildung der ehrenamtlichen FamilienbegleiterInnen führen zu einer stetigen Verbesserung unseres ambulanten Dienstes.

...denn wir haben Hoffnung, die über den Tag hinausgeht.